Lektion

21 02 2008

mir kam kurz der gedanke, ob es manchmal nicht besser sei, dei dinge einfach hinzurotzen, dinge einfach zu machen, auch wenn man weiss, man könnte es besser, es einfach so lassen wie es kommt. bloggen, ins internet schreiben ist oft so: einen gedanken aussprechen, auch wenn er nicht perfekt ausformuliert ist oder hundertprozentig durchdacht ist. sich auf die idee konzentrieren und nicht auf die form. keinen, ausser den inneren, zwängen nachgeben zu müssen. zu fehlern, zur imperfektion stehen können, sie aushalten. auf rechtschreibung scheissen. nicht alles so lange feilen, bis alle kanten rund sind und alles eins zu eins in ein buch oder eine fernsehsendung oder einen zeitungsartikel übernommen werde könnte. die gedanken die man hat einfach raushauen, obwohl man ahnt, dass man es ein paar monate später bereuen würde. ich mag genau das am internet. man kann den menschen beim wachsen, beim dummheiten begehen, beim zweifeln zuschauen. (ix)

[Ja! Verdammt!]





Märchenstunde

5 12 2007

Volker Strübing, der Autor eines sehr kurzweiligen Buches und der Produzent von „Kloß & Spinne“ (ich berichtete), hat ein neues Hobby: Märchen erzählen. Und hier ist sein zweites, „das Märchen von der globalisierungskritischen Hexe“:

Ebenfalls zur unterhaltenden Realitätsflucht laden ein: Dieser voraussichtlich tolle Film und dieses fantastische Buch.

Und wo wir schon bei den Früchten der Kreativität sind: Unbedingt diesen Vortrag anschauen!

[seufz]

[[YES]]





Wilde

31 08 2007

»Welch töricht Ding die Liebe ist,« sagte der Student als er davon ging. »Sie ist nicht halb so brauchbar wie die Logik, da sich mit ihr nichts beweisen läßt und sie erzählt immer von Dingen, die niemals geschehen werden, sie läßt einen Dinge glauben, die nicht wahr sind. Wirklich, sie ist sehr unpraktisch und heutezutage ist praktisch zu sein alles, ich sollte wieder zur Philosophie zurückkehren und Metaphysik studieren.« [Quelle]

Dieser Schluss gefällt mir.

[Und auch nicht.]





17 03 2007

So verging meine Zeit
Die auf Erden mir gegeben war.

.





Cioran

7 01 2007

„Man soll sich nicht zu einem Werk zwingen, man soll nur etwas sagen, das sich eignete, ins Ohr eines Betrunkenen oder eines Sterbenden geflüstert zu werden.“

[Danke, Wolfie!]





Go to hell!

30 09 2006

Evaluation

[Neulich in den Schließfächer-Katakomben der Uni gefunden. Klebend an einem – nun – Schließfach.]





25 09 2006

Das fachliche Ergebnis dieser Lehre war, wenn ich es zusammenfassen müsste: Eine denkerische Unschreckbarkeit. Sozial würde ich das allerdings Verwüstung nennen. Es hat dabei zweifellos Vorteile, die Unschreckbarkeit zu bewohnen, die man sich, wenn man starke Bilder mag, als eine stürmische und baumlose Ebene denken kann, ohne die Schluchten des Zynismus, auch ohne gläserne Türme und rosane Pferde allerdings. Es hat Vorteile, zu Hause zu sein in dieser Ebene, man gewinnt eine monströse Sicherheit. Monströs, denn der Zustand ist gefährlich und schrecklich, weil man im Umgang mit Menschen die unmenschlichste Option hat: Sich wegzudrehen und sich nicht wieder umzudrehen und einfach weiter zu gehen, wie man das gewohnt ist, weil man es kann; hart, unbedrohbar und dumm.

Danke! Ich habe mich nicht getraut, diesen Text dort zu kommentieren. Ich war wortlos, wie ich es in jenen seltenen Momenten gewesen bin, in denen ich mich wirklich verstanden fühlte. Nicht, dass mich jemals jemand verstanden hätte, doch ist es stets unheimlich und – ja – bezaubernd, eine Parallele zumindest zu beobachten. Wenigstens zu spüren, dass man, obzwar unweigerlich allein, dies ja vielleicht doch nicht ist.

[„dumm“ – Ja, derzeit bin ich dumm.]