25 09 2006

Das fachliche Ergebnis dieser Lehre war, wenn ich es zusammenfassen müsste: Eine denkerische Unschreckbarkeit. Sozial würde ich das allerdings Verwüstung nennen. Es hat dabei zweifellos Vorteile, die Unschreckbarkeit zu bewohnen, die man sich, wenn man starke Bilder mag, als eine stürmische und baumlose Ebene denken kann, ohne die Schluchten des Zynismus, auch ohne gläserne Türme und rosane Pferde allerdings. Es hat Vorteile, zu Hause zu sein in dieser Ebene, man gewinnt eine monströse Sicherheit. Monströs, denn der Zustand ist gefährlich und schrecklich, weil man im Umgang mit Menschen die unmenschlichste Option hat: Sich wegzudrehen und sich nicht wieder umzudrehen und einfach weiter zu gehen, wie man das gewohnt ist, weil man es kann; hart, unbedrohbar und dumm.

Danke! Ich habe mich nicht getraut, diesen Text dort zu kommentieren. Ich war wortlos, wie ich es in jenen seltenen Momenten gewesen bin, in denen ich mich wirklich verstanden fühlte. Nicht, dass mich jemals jemand verstanden hätte, doch ist es stets unheimlich und – ja – bezaubernd, eine Parallele zumindest zu beobachten. Wenigstens zu spüren, dass man, obzwar unweigerlich allein, dies ja vielleicht doch nicht ist.

[„dumm“ – Ja, derzeit bin ich dumm.]

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